Dramaturgie: Theaterbesucher in Shakespeares Theater von Matteo A. Pangallo
Dramaturgie: Theaterbesucher in Shakespeares Theater von Matteo A. Pangallo
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Autor(en): Matteo A. Pangallo
Kneipe: PENN
Packungsmenge: 0 (Hardcover)
ISBN: 9780812249415 - Neu
228 mm x 152 mm x 19 mm
Publication: 2 August 2017Seiten: 256
Unter den Dramatikern, die für die professionellen Theater des frühneuzeitlichen Londons schrieben, befand sich eine kleine Gruppe von Autoren, die weder dem kommerziellen Theater entstammten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, noch aristokratische Amateure waren, die sich aus gesellschaftlichem oder politischem Prestige ins Theaterleben wagten. Vielmehr handelte es sich größtenteils um Amateure aus der Arbeiter- und Mittelschicht, die ihr Wissen über das Drama größtenteils als Zuschauer erworben hatten.
Anhand bekannter und weniger bekannter gedruckter und handschriftlicher Stücke sowie literarischer Berichte und dokumentarischer Belege zeigt „Playwriting Playgoers in Shakespeare's Theater“, wie diese Theaterbesucher schrieben und überarbeiteten, um den vermeintlichen Bedürfnissen von Schauspielern, Lesern und dem Hausherrn gerecht zu werden; wie sie Theatermaterialien und -praktiken verstanden und wie sie Gedichte für theatralische Effekte verfassten. Das Buch verortet sie außerdem im Kontext der damaligen Vorstellungen und Einstellungen zur Beteiligung der Theaterbesucher am Theaterschaffen.
Stücke von Theaterbesuchern wie dem abtrünnigen Angestellten der East India Company Walter Mountfort oder dem Wegelagerer John Clavell laden uns ein, die kreative Vorstellungskraft der Zuschauer zu erforschen und zu offenbaren, was bestimmte Zuschauer sehen wollten und wie Schauspieler es ihrer Meinung nach inszenieren würden. Indem Matteo Pangallo Shakespeares Theater anhand der Werke dieser Theaterbesucher liest, trägt er eine neue Kategorie von Beweisen zu unserem Verständnis der Beziehungen zwischen der frühneuzeitlichen Bühne, ihren Stücken und ihrem Publikum bei. Im weiteren Sinne zeigt er, wie der Aufstieg der ersten kommerzialisierten Kulturindustrie Englands auch die erste Generation partizipativer Konsumenten und ihre Versuche hervorbrachte, sich durch das Schreiben frühneuzeitlicher „Fan-Fiction“ mit der Mainstream-Kultur auseinanderzusetzen.
