Sichtbarkeit des Bildes: Geschichte und Perspektiven der formalen Ästhetik von Lambert Wiesing
Sichtbarkeit des Bildes: Geschichte und Perspektiven der formalen Ästhetik von Lambert Wiesing
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Autor(en): Lambert Wiesing
Kneipe: Bloomsbury Academic
Packungsmenge: 0 (Hardcover)
ISBN: 9781474232647 - Neu
233 mm x 155 mm x 17 mm
Publication: 22 September 2016Seiten: 280
„The Visibility of the Image“ ist nun erstmals auf Englisch erschienen und untersucht die Entwicklung einer einflussreichen ästhetischen Tradition anhand der Werke sechser Persönlichkeiten. Die sechs Kapitel analysieren ihren Beitrag zur Entwicklung der formalen Ästhetik – von ihren Anfängen in Deutschland in den 1880er Jahren bis zu semiotischen Interpretationen in Amerika ein Jahrhundert später. Sie behandeln:
Robert Zimmermann (1824–1898) war der erste, der Ästhetik und Metaphysik trennte und sich der Ästhetik entlang der Linien der formalen Logik näherte, indem er eine rein syntaktische Art der Verwendung von Zeichen bereitstellte, unabhängig vom objektiven Inhalt;
Alois Riegl (1858–1905), der die Ästhetik nach dem Vorbild der formalen Logik weiterentwickelte und als Antwort auf Zimmermanns Forderung nach einer an der formalen Logik orientierten Ästhetik eine Stiltheorie schuf;
Heinrich Wölfflin (1864–1945), der einen Schritt in Richtung eines Verständnisses des Bewusstseins darstellt, indem er Bilder als kognitive Werkzeuge verwendet;
Konrad Fiedler (1841–1895), der sächsische Philosoph, der die Möglichkeit in Betracht zog, dass manche Arten von Bildern nicht aufgrund dessen, was sie zeigen, sondern allein aufgrund ihrer Sichtbarkeit geschaffen und betrachtet werden;
Maurice Merleau-Ponty (1908–1961), der sich mit den Zusammenhängen zwischen den Problemen der Reduzierung der Bandbreite möglicher Bedeutungen und Kontexte eines bestimmten Bildes auf die Bildoberfläche befasste;
Charles William Morris (1901–1979) wollte herausfinden, ob ein Bild ohne objektiven Bezug, etwa ein abstraktes Gemälde, noch als Zeichen gilt und wenn ja, in welchem Sinne.
Lambert Wiesing bringt diese Denker zusammen und verknüpft ihre Ideen. Er präsentiert eine spannende Geschichte der formalen Ästhetik und rekonstruiert gleichzeitig die philosophischen Grundlagen für die Entstehung neuer Bildformen im 20. Jahrhundert, darunter Videoclips, abstrakte Collagen, digitale Simulationen und virtuelle Realität. Mit diesem originellen Ansatz stellt „Die Sichtbarkeit des Bildes“ den Aufstieg der modernen Bildtheorie vor und liefert eine wertvolle Darstellung unserer Auseinandersetzung mit Bildern im 21. Jahrhundert.
