Eleonore von Aquitanien: Königin der Troubadoure von Jean Markale
Eleonore von Aquitanien: Königin der Troubadoure von Jean Markale
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Autor(en): Jean Markale
Kneipe: Innere Traditionen
Packungsmenge: 36 (Taschenbuch)
ISBN: 9781594771958 - Neu
228 mm x 152 mm x 15 mm
Publication: 12 October 2007Seiten: 272
Ein umfassender Überblick über die mythische und historische Bedeutung der großen mittelalterlichen Königin
Erklärt, dass die höfische Liebe keine platonische und intellektuelle Affektiertheit war, sondern ein initiativer Prozess männlicher Transzendenz, ähnlich dem Tantra
Zeigt, dass Eleonore durch ihre Verkörperung göttlicher Macht das patriarchalische Muster untergrub
Zeigt, wie Eleonore den starken Einfluss der Figuren des Artus-Zyklus inspirierte
Eleonore von Aquitanien (1122–1204) ist seit langem für ihre politischen und kulturellen Errungenschaften bekannt, die das Europa des 12. Jahrhunderts nachhaltig prägten. Kulturell inspirierte sie über ihre Rolle als Gemahlin der Könige Ludwig VII. von Frankreich und Heinrich II. von England sowie als Mutter der Könige Richard und Johann hinaus die enorme Verbreitung des Artus-Zyklus und der ihm zugrunde liegenden keltischen Mythen. Ohne Eleonore hätten Figuren wie Merlin, Artus und Guinevere (für die Eleonore als Vorbild diente) nie den enormen symbolischen Wert erlangt, den sie heute besitzen. Politisch verkörperte sie göttliche Macht, die das dunkle Zeitalter des Patriarchats beendete, und spielte nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Plantagenet-Reiches, sondern auch bei der Verleihung von Freibriefen an Kaufleute und Handwerker, die zur Entstehung der modernen Mittelschicht führten.
Ihr größter Einfluss, der bis heute das Empfinden prägt, war jedoch ihre Rolle als Symbol höfischer Liebe, die nicht bloße Unterhaltung der Aristokratie war, sondern ein Prozess männlicher Initiation und Transzendenz, der dem indischen Tantra sehr ähnelte. Während die Jungfrau Maria dem mittelalterlichen religiösen Leben ein weibliches Gesicht verlieh, verkörperte Eleonore die ehebrecherische Königin, die die Souveränität verkörpert – die Frau, die ihre Autorität mit den Männern teilt, die in ihrem Namen handeln, aber erst, nachdem diese Macht durch einen Initiationsprozess, der zur sexuellen Vereinigung führt, auf sie übertragen wurde.
