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Phantomarmeen der Nacht von Claude Lecouteux (TXS)

Phantomarmeen der Nacht von Claude Lecouteux (TXS)

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Phantomarmeen der Nacht

Autor(en): Claude Lecouteux
Kneipe: Innere Traditionen
Packungsmenge: 33 (Taschenbuch)
ISBN: 9781594774362 - Neu

228 mm x 152 mm x 20 mm

Publication: 16 August 2011

Seiten: 320

Eine Erkundung der vielen Formen des antiken Mythos der Wilden Jagd und ihres Einflusses im heidnischen und frühchristlichen Europa

Erzählt die unzähligen Variationen dieser Legende, vom verfluchten Jäger und König Herla bis hin zu Phantomarmeen und riesigen Prozessionen von Sündern und Dämonen

Erklärt, wie dieser Glaube ein integraler Bestandteil der heidnischen Weltanschauung war und daher von der Kirche genutzt wurde, um die christliche Lehre zu verbreiten

Enthüllt, wie die Geheimgesellschaften des mittelalterlichen Europas diese geisterhaften Prozessionen für Seelenreisen und Prophezeiungen des bevorstehenden Todes nachstellten

Es war einmal ein Phänomen im mittelalterlichen Europa, das die lokalen Sagen immer wieder beflügelte: In den langen Winternächten hörte man eine seltsame, unbekannte Truppe über Land oder durch die Luft ziehen. Wer auf offenen Feldern oder in den Tiefen der Wälder überrascht wurde, sah eine bizarre Prozession von Dämonen, Riesen, Hunden, Damen der Nacht, Soldaten und Rittern, manche blutüberströmt, andere ihre Köpfe unter den Armen tragend. Dies war die Wilde oder Höllenjagd, das Heer der Verdammten, die Phantomarmee der Nacht – ein Thema, das bis heute Dichter, Schriftsteller und Maler inspiriert. Dieser heidnische Glaube, Jahrtausende älter als das Christentum, wurde von der Kirche genutzt, um ihre Lehre zu verbreiten. Die Gestaltwandler und Riesen der heidnischen nächtlichen Prozessionen wurden zu Sündern, angeführt von Dämonen, die unvorsichtige Seelen für ihr Gefolge suchten. Ob Mythos oder Legende, dieser Glaube ist tief in Europa, insbesondere in den keltischen und skandinavischen Ländern, verwurzelt.

Claude Lecouteux ist der erste Gelehrte, der diesen Mythos in all seinen unzähligen Formen umfassend untersucht. Er entfernt die christliche Färbung und zeigt, wie die Wilde Jagd ein integraler Bestandteil des heidnischen Weltbildes und der Struktur ihrer Gesellschaften war. Darüber hinaus untersucht er, wie Geheimgesellschaften des mittelalterlichen Europas diese geisterhaften Prozessionen durch Kultrituale nachspielten, die in Maskeraden und karnevalsähnlichen Umzügen gipfelten, die oft mit astralen Doppelgängern, Visionen vom Jenseits, dem Glauben an mehrere Seelen und Prophezeiungen des bevorstehenden Todes in Verbindung gebracht wurden. Er zeigt, wie die nahezu unendlichen Variationen dieses Mythos eine noch immer lebendige, sich weiterentwickelnde Tradition darstellen, die uns einen Einblick in die Welt unserer Vorfahren bietet.

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