Dünkirchen: Von der Katastrophe zur Rettung – Zeugnisse der letzten Überlebenden von Sinclair McKay
Dünkirchen: Von der Katastrophe zur Rettung – Zeugnisse der letzten Überlebenden von Sinclair McKay
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Autor(en): Sinclair McKay
Kneipe: Aurum
Packungsmenge: 0 (Taschenbuch)
ISBN: 9781781312940 - Neu
203 mm x 133 mm x 25 mm
Publication: 15 July 2015Seiten: 352
Als Churchill eine der inspirierendsten Reden des 20. Jahrhunderts hielt – „Wir werden sie an den Stränden bekämpfen“ –, dachten manche, er wolle damit die Öffentlichkeit auf den Fall Frankreichs vorbereiten. Andere verstanden sie als direkten Appell an die Amerikaner. Am 4. Juni 1940 sprach der Premierminister im Unterhaus und dankte für das Wunder der Rettung, die erschütternde und atemlose Evakuierung von über 338.000 Soldaten – Briten, Franzosen und Belgiern – von den Stränden und dem Hafen von Dünkirchen angesichts des alptraumhaften deutschen Ansturms. Churchill war entschlossen, dies nicht als Sieg zu bezeichnen. Doch es war bereits zu spät. Stunden später nannte es der Rundfunksprecher JB Priestley „ein absurdes englisches Epos“.
Die letzten Schiffsladungen waren in den frühen Morgenstunden des 4. Juni nach Dover zurückgekehrt. Und die Mythisierung hatte bereits begonnen – von euphorischen amerikanischen Journalisten bis hin zu Tausenden von Frauen, die sich auf den Bahnsteigen um erschöpfte Soldaten drängten, als wären sie Filmstars. Aber war Churchill insgeheim davon überzeugt, dass die Deutschen kurz vor einer erfolgreichen Invasion Englands standen?
Die Zeiten von Dünkirchen, der Geist und das Bild der unermüdlichen kleinen Schiffe werden auch heute noch beschworen, wenn die Nation in eine Krise gerät. Doch es gibt auch eine umfassendere Geschichte, die eine große Zahl von Zivilisten betrifft – von Krankenschwestern bis zu Rennsportfans, von Gewerkschaftsführern bis zu Tanzlokalbetreibern, von Romanautoren bis zu Cafébesitzern am Meer.
Und noch umfassender: Eine Geschichte, die im September 1939 beginnt: junge Zivilisten werden für eine Kriegsführung ausgebildet, die bereits 25 Jahre alt war; und die zunehmende Spannung – und gelegentliche Surrealismus – des Sitzkriegs. Das „absurde Epos“ von Dünkirchen – hier erzählt anhand aktueller Interviews mit Veteranen, bisher unveröffentlichter Briefe und Archivmaterial – erzählt die Geschichte, wie eine altmodische Insel im Zweiten Weltkrieg brutal in die Moderne gezwungen wurde.
